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sipgatefax / Ubuntu

Vom Ubuntu-Rechner aus mit CUPS Faxe über Sipgate verschicken

Worum geht es?

Seit längerem bietet Sipgate eine Windows-Software an, die es erlaubt, Faxe über einen virtuellen Drucker zu verschicken. Dabei wird ein Sipgate-Account genutzt, sodass man keine ISDN-Karte oder ähnliches benötigt.

Für Linux war mir keine Lösung bekannt, also habe ich schnell etwas geskriptet, was gerade diese Aufgabe löst.

Das ganze habe ich zusammengepackt und als Ubuntu- (und Debian-) Paket bereitgestellt.

Wie installiert man sipgatefax auf einem Ubuntu-Rechner?

Hier gibt es zwei Vorgehensweisen. Entweder lädt man sich die .deb-Datei herunter und installiert sie direkt (dpkg -i dateiname.deb) oder man nutzt die Paketverwaltung, was auch eventuelle Updates automatisch einspielen wird. Im ersten Fall findet man die .deb-Datei unter http://anselm.hoffmeister.be/debian/pool/s/sipgatefax-1.2.deb.

Zum Benutzen der Paketquelle startet man die Paketverwaltung synaptic und fügt folgende Quelle hinzu (geht auch von Hand in der Datei /etc/apt/sources.list):
deb http://anselm.hoffmeister.be/debian testing contrib
Danach kann man die Paketquellen neu laden lassen und sollte in seiner Liste ein Paket sipgatefax finden. Eventuelle Abhängigkeiten werden automatisch beachtet, das macht die Verwendung viel einfacher als eine manuelle Installation.

Was fehlt noch?

Danach editiert man die Datei /etc/sipgatefax.conf, in der die Anmelde-Daten für das Sipgate-Webinterface abgelegt werden müssen.

Schließlich ruft man die Druckerverwaltung auf und legt einen neuen Drucker an. Hier sollte schon automatisch der Druckertyp "Sipgate Fax" angeboten werden. Als Treiber verwendet man den des "Herstellers" Sipgate (da sollte es nur einen geben). Diesem Drucker kann man noch einen Namen verpassen.

Wie verschickt man ein Fax?

Wenn der gerade lokal angemeldete Benutzer einen Druckjob auf den Sipgate-Fax-Drucker schickt, wird dieser nach einer plausiblen Faxnummer durchsucht. Im Anschreiben sollte etwas wie "Fax: 0123456789" stehen, damit diese automatische Suche funktioniert. Wird nichts passendes gefunden, ist das aber auch nicht schlimm: Unabhängig davon wird nach der Ziel-Fax-Nummer gefragt. Wenn schon eine identifiziert wurde, ist diese als Vorschlag eingetragen, sonst eben nicht.

Dabei sind in der Fax-Nummer nur Ziffern und einzelne Leerzeichen zulässig, sonst funktioniert diese automatische Erkennung nicht.

Das funktioniert aber nur, wenn der druckende Benutzer gerade eine X-Sitzung offen hat. Auch dann kann es in bestimmten Konfigurationen haken. Es empfiehlt sich, bei den ersten verschickten Faxen im Sipgate-Webinterface nachzuschauen, ob sie korrekt abgesetzt wurden.

You get what you pay for.

Keine Garantie oder Gewährleistung - wer sich nicht die Finger verbrennen will, soll nicht mit dem Feuer spielen. Geld-zurück bei Nichtgefallen :-)

Verweis

Es gibt auch die einzelnen Dateien und eine Installationsanleitung für andere Distributionen hier einzusehen.

 
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